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Wie
alt sind Sie? 26 Jahre, zum Zeitpunkt des Kongresses aber
bereits 27
Wo ist Ihr aktueller Wohnsitz? In der schönen
Stadt Berlin
Was ist Ihre momentane berufliche Tätigkeit? Bin
noch Student Europäische Ethnologie, Kulturwissenschaft,
Soziologie Magister, 6. Fachsemester
Was sind Ihre aktuellen Forschungsprojekte bzw. Forschungsschwerpunkte?
Derzeit: Studienprojekt "Samenbanken-Samenspender"
Teilprojekt "lesbische Mütter"; letztes
Projekt: "Performativity
and Symbolic Violence Coming Out in Bulgaria"
(Arbeitstitel); Schwerpunkte im Studium sind: Geschlechterforschung,
Lesbian and Gay Studies, Queer Theory, Performanz des Nationalen
und Subjektkonstitutionen (wenn mensch denn das so bezeichnen
könnte)
Was sind Ihre weiteren Interessensgebiete? Mitglied
der Fachschaft Europäische Ethnologie; Gründungs-
und Redaktionsmitglied der studentischen Publikation feldnotizen,
Mitglied der Ästhetik-Kommission am Institut für
Europäische Ethnologie und derzeit Mentee im Mentoring
Program "Gender Goes Praxis" am Zentrum für
Transdisziplinäre Geschlechterstudien der HU Berlin
Worauf freuen Sie sich besonders? Auf einen großartigen
Kongress und die Studierenden und Lehrenden der anderen Institute
und auf den Austausch mit ihnen; auf die Stadt Mainz und das
was sie zu bieten hat; auf produktive Arbeit und anregende
Vorträge und dabei insbesondere auf die Sektion 9 "Medien
Öffentlichkeit Geschlecht".

feldnotizen
Eine studentische Publikation
Die
studentische Publikation feldnotizen am Institut für
Europäische Ethnologie in Berlin erschien erstmalig im
November 2006. Die Idee für eine solche Publikation war
knapp ein Jahr zuvor ins Leben gerufen worden. Eine kleine
Gruppe von Studierenden hatte den Entschluss gefasst, das
Profil der Studierenden und damit auch ihre Präsenz am
Institut zu schärfen. Ausgangspunkt war die fehlende
Möglichkeit Arbeiten, die im Rahmen von Seminaren entstehen,
über den begrenzten Bereich der Dozent/innenschreibtische
hinaus öffentlich zu machen. Das Berliner Institut bindet
zwar schon traditionell studentische Arbeiten im Format der
Studienprojekte mit in den Lehrplan ein, doch eine rein von
Studierenden für Studierende herausgebrachte Publikation
gab es nicht. Mit Blick auf die Zukunft und die gestrichenen
Zuschüsse für Studienprojekte wird es nicht einfacher
werden, studentisches Engagement im Profil des Instituts und
damit auch in dessen Außenwahrnehmung zu verankern.
Damit
versteht sich feldnotizen auch als ein politisches Instrument,
obwohl es in erster Linie dem thematisch-theoretischen, inhaltlich-fachlichen
Austausch der Studierenden am Berliner Institut dienen soll.
Mit feldnotizen soll ein Einblick vermittelt werden in die
Arbeiten von Studierenden am Berliner Institut. Allen am Institut
tätigen Student/innen soll die Möglichkeit geboten
werden, ihre Arbeiten einer Öffentlichkeit zugänglich
zu machen. Es soll die Gelegenheit entstehen, zu sehen, wie
und zu welchen Themen gearbeitet wird. feldnotizen ist eine
Kommunikationsplattform, mit deren Hilfe Kontakte unter Studierenden
entstehen sollen. Über die Seminarsitzungen hinaus soll
eine Reflexionsgrundlage geboten werden, die es ermöglicht
einzusehen, wie studentisches Denken und studentische Vorstellungskraft
aussehen und welche Möglichkeiten sie bieten.
Die
erste Ausgabe umfasst ein breites Spektrum an studentischen
Arbeiten. Es sind Arbeiten von Studierenden des ersten Semesters
enthalten, Arbeiten von Studierenden zu ihrer Zwischenprüfung,
tatsächliche Feldberichte, Forschungsaufgaben im Rahmen
der Methodenseminare und Arbeiten, die ethnologische Themengebiete
kritisch hinterfragen. Aus dem ersten Semester sind Arbeiten
in der Ausgabe, die im Rahmen des Tutoriums zur Einführungsvorlesung
entstanden sind. Sie setzen sich im Essay-Format mit den "freien
Gedanken" im Studium auseinander. Unter der Rubrik "Erstblick"
finden diese Arbeiten ihren Platz gleich am Anfang der ersten
Ausgabe. Der folgende Abschnitt "Einblick" präsentiert
Arbeiten aus den unterschiedlichsten Feldern. Feldforschung
und das Erlernen von Methoden im Feld werden hier verhandelt,
genauso wie die Erschließung theoretischer Konzepte.
Mit dem "Zwischenblick" sind Arbeiten aufgegriffen
worden, die im Rahmen der Magisterzwischenprüfungen entstanden
sind. Als Zwischenstufe im Studium bieten diese Arbeiten einen
Einblick in die Kombination der unterschiedlichen Fachelemente
in studentischen Arbeiten.
Mit
dem Wechsel zum Bachelor/Master-Studiengang am Berliner Institut
sind diese Beiträge umso wichtiger, bieten sie doch eine
Möglichkeit der Einsicht in studentische "Abschlussarbeiten".
In der letzten thematischen Rubrik der ersten Ausgabe der
feldnotizen finden sich Beiträge, die zwar nicht am Institut
für Europäische Ethnologie geschrieben wurden, die
aber dennoch von hoher Relevanz für das Fach und seine
Studierenden sind. Mit dem bestehenden transdisziplinären
Anspruch der Lehre und der Studierendenschaft am Berliner
Institut sind diese Arbeiten zwar auch ein "Blick über
den Tellerrand", aber eigentlich viel mehr als das und
umso bedeutender.
Mit
einer Publikation wie feldnotizen erhoffen wir uns eine Präsenz
studentischer Arbeiten, die es ermöglicht aus der bisherigen
Unsichtbarkeit herauszukommen und Licht auf das Dunkel des
Seminaralltags zu werfen. Jede andere Form der Publikation
verspricht nicht den gleichen Erfolg und die gleiche Aufmerksamkeit
wie der Weg über ein Druckerzeugnis. Mit feldnotizen
ist die Präsenz von Studierenden am Institut nicht nur
theoretisch gegeben, sondern auch physisch und materiell in
Form dieser Ausgabe. Die Bedeutung dieser "Wirklichkeitserfahrung"
ist unserer Auffassung nach nicht zu unterschätzen.
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