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10:15
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Zwischen den Welten zu wandern
Regie: Jennifer Kunstreich
Die Regisseurin ist anwesend.
Autorin:
Jennifer Kunstreich
Deutschland 2007
Laufzeit: 63 min
Sprache: Deutsch
HexeSein
im 21. Jahrhundert
Die
»Neuen Hexen« im 21. Jahrhundert stehen in Verbindung
mit Bäumen, Naturgeistern und »Mutter Erde«.
Die Männer und Frauen, die die Selbstbezeichnung »Hexe«
heute für sich in Anspruch nehmen, verstehen sich als
Grenzgänger zwischen den Anforderungen der modernen Welt
und der Naturmagie der »Anderswelt«. Aus ihrer
Verehrung der Natur ziehen die Hexen eine Weltanschauung,
die ihnen Handlungssicherheit gibt, ihnen hilft Krisen zu
bewältigen und Antworten bereit hält für den
Umgang mit Tod und Verfall. Zugleich stehen die Protagonisten
des Films durch ihre Identifikation mit diesem Weltdeutungssystem
in mancherlei Spannungsverhältnis zu der sie umgebenden
Alltagswelt. Sie werden als Spinner betrachtet und sind mit
ängstlichem Aberglauben konfrontiert. Umgekehrt deuten
die Hexen die Prozesse der modernisierten Gesellschaft in
ihrer eigenen Weise.Was wie die esoterische »Wiederverzauberung
der Welt« erscheint, wird so zu handfester Kulturkritik.
Das
ästhetische Konzept des Films orientiert sich an dem
Symbolsystem der vier Grundelemente, die den Tageszeiten zugeordnet
werden. Der Film beginnt bei Sonnenaufgang (Luft) um in der
Nacht (Erde) zu enden.
Der
Film ist Teil der Magisterarbeit von Jennifer Kunstreich im
Fach Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie an der
Georg August-Universität Göttingen. Die Autorin
wird bei der Filmvorführung anwesend sein und anschließend
zur Diskussion zur Verfügung stehen.
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