Deutsche Gesellschaft für Volkskunde Johannes Gutenberg-Universität Mainz Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz
 
 
 
 
 
   
   
   
   
   
     
 
 
 
 
   
   
 
 
     




Kongresskino
Der Film wird in Hörsaal P5 gezeigt.
 

18:00 Uhr
Rosshaar und Sauborsten
Regie: Thomas Schneider

Autoren: Thomas Schneider und Projektgruppe Deutschland 2006/2007
Laufzeit: 25 min
Sprache: Deutsch

Über anderthalb Jahrhunderte hindurch fand die Mehrheit der Ramberger Bevölkerung ihr Auskommen im Bürstenbindergewerbe bzw. im Hausierhandel mit dessen Produkten. Seit dem Zweiten Weltkrieg geht das Gewerbe unaufhaltsam seinem Niedergang entgegen. Jedoch bleibt das Bürstenbindergewerbe als folkloristisches Element des kollektiven Selbstbildes Identitätsmarker der Region. Im Jahr 1997 eröffnete das Ramberger Bürstenbindermuseum. Hier werden Produktions- und Distributionsbedingungen des Gewerbes dokumentiert und die Lebensweise der darin beschäftigten Familien gezeigt. Der Film beschreibt die Bedeutung des Bürstenbindergewerbes für die Menschen von Ramberg in der Vergangenheit und die Prägung des Alltags durch diese Arbeit.

Ausgehend von der musealen Präsentation wird herausgearbeitet, dass die lokale Ökonomie dieses relativ abgeschiedenen Dorfes bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts globalisierte Züge aufwies. Die verarbeiteten Rohmaterialien kamen zu einem Großteil nicht aus Europa. Und schließlich wird der gegenwärtige Umgang mit der Vergangenheit am Beispiel der Ramberger »Bürstenbinder-Kerwe« thematisiert.

Der Film entstand im Rahmen eines Projektseminars mit Studierenden des Faches
Kulturanthropologie/Volkskunde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Autoren werden bei der Filmvorführung anwesend sein und anschließend zur Diskussion zur Verfügung stehen.

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