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09:45
Uhr
Portscha und Bohnensterz
Regie: Max Leimstättner
Autor:
Max Leimstättner
Interviews: Susanne Horvath
Österreich 2005
Laufzeit: 23 min
Sprache: Romani mit deutschen Untertiteln
Ein
kleiner Blick in die Kochtöpfe der Roma des Südburgenlandes
Die
beiden burgenländlischen Romni Gisela Horvath und Conny
Sarközi, gewähren nicht nur Einblicke in ihre Kochkünste,
sondern erzählen auch aus ihrem Leben als Nachkriegskinder,
das stark vom Schicksal ihrer Eltern im Konzentrationslager
geprägt wurde. Neben ausführlichen Interviews finden
sich alle Arbeitsschritte zur Zubereitung ausgewählter
Speisen dokumentiert. Es wird gekocht und über Essen
gesprochen.Thema sind dabei auch Speisen, die nicht nur einen
bereits weitestgehend verschwundenen Teil der gelebten Alltagskultur
der südburgenländischen Roma betreffen, sondern
als »Essen der Armen« ihre bis heute andauernde
soziale Isolation und Diskriminierung thematisieren.
Der
Film war eine Auftragsarbeit für das Offene Haus Oberwart
im Rahmen der Roma-Wochen »Wir leben (Aem dschijas)«.
Anlass gab das 10-jährige Gedenken an ein Bombenattentat,
bei dem in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995 vier männliche
Roma ums Leben kamen. Im Sinne einer kulturwissenschaftlichen
Auseinandersetzung als dokumentarisch-ethnographischer Film
ist dieser zusammen mit der Oberwarterin Romni Susanne Horvath
und dem Wiener Kameramann Mario Minichmayr realisiert worden.
Max Leimstättner studiert seit 2004 Europäische
Ethnologie an der Universität Wien. Der Autor wird bei
der Filmvorführung anwesend sein und anschließend
zur Diskussion zur Verfügung stehen.
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